Die zahlreichen Eigentümer leben über ganz Deutschland verstreut. Die wenigen Eigentümer, die selbst im Haus wohnen, sehen über den Befall hinweg.
Bei einer schädlingskundlichen Bestandsaufnahme/Beratung am 8. Oktober 2009 fanden sich in der 1. Etage unter einer Küchenzeile tote Ameisen und Puppenhüllen in bis ca 20cm hohen Haufen variabler Zusammensetzung. Bis in die Dämmerung hinein liefen fouragierende Arbeiterinnen im Haus und außen umher. Im Sommer hatte eine auffällig breite Ameisenstraße in die kränkelnde Buche hinterm Haus geführt. Einige Mieter kamen über die Beratung erstmalig miteinander ins Gespräch. Jeder hatte Bekämpfungsversuche in Eigenregie unternommen und individuelle Erfahrungen gesammelt.
SEIFERT (2009) identifizierte die Art als L. neglectus. Bei einer internationalen Zählung erhielt der Fall die Nr. 133 und gilt offiziell als das erste Auftreten von L. neglectus in einem Wohnhaus in Deutschland. Anfragen ans Internet legen indes die Vermutung nahe, dass es mehr Fälle in Häusern gibt, zumindest in Süddeutschland.
Der Auftrag der Eigentümer an die Hausverwaltung ist, die Ameisen kostengünstig unauffällig los zu werden. Seit der Beratung gab es Teilerfolge. Der Baum ist inzwischen quasi abgestorben.
Vortrag




