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Bitte, fragen Sie, was Sie nicht verstanden haben, damit das Fehlende bald ergänzt werden kann.
Die Autorin und das Umweltbundesamt werden sich bemühen, die richtige Antwort zu finden.
Falls Sie alles schon wissen, lade ich Sie herzlich ein, sich auf die veränderte Sichtweise zu
konzentrieren: die der Ökologin und die der Mutter von zwei Kindern, die den größten Teil ihres
Lebens im nächsten Jahrtausend verbringen sollen.
Wenn Sie etwas besser wissen, bitte ich um Aufklärung - möglichst direkt und mit Angabe der
Quelle; auf ausdrücklichen Wunsch auch anonym.
Sicher werden Sie nicht in allen Punkten mit mit übereinstimmen. Hier werden zwar zahlreiche
Sichtweisen - Von der Umweltorganisation bis zum Chemiekonzern - berücksichtigt, soweit sie mir
bekannt waren, aber es bleibt - naturgemäß - meine persönliche Perspektive, und da hat eben jede
Person ihre persönliche Beschränkung, die nur im ständigen Miteinander erweiterbar ist. Auch
standen mir als Privatperson längst nicht alle Informationsquellen zur Verfügung.
Ein klares Wort: Es geht hier um die Umwelt und nicht darum, einen Berufsstand oder
Wirtschaftszweig - Arbeitsplätze - zu retten, und auch nicht um Geld. Viele der hier gegebenen
Empfehlungen haben scheinbar überhaupt nichts mit Schädlingen oder Pestiziden zu tun, sondern
eher mit gesundem Menschenverstand. Abgesehen davon läßt sich mit den hier beschriebenen
Methoden viel Geld sparen und auch verdienen.
Trotz langjährigem intensivem Suchen ist es mir nicht ganz gelungen, sämtliche Widersprüche
völlig auszumerzen. Manche kann ich deutlich spüren, aber noch nicht ausräumen. Beim
Übergang zwischen traditioneller und integrierter Schädlingsbekämpfung blieben manche Fragen
bislang unbeantwortet.
Getreu dem Prinzip des ökologischen, vernetzten, ganzheitlichen Denkens, bei dem einzelne
Funktionen von mehreren Elementen wahrgenommen werden können, während die einzelnen
Elemente auch mehrere Funktionen haben können, ziehe ich die Wiederholung der Sicherheit
halber einer möglichen Deplazierung, Auslassung oder dem Überlesen als das geringere Übel vor.
In diesem Bericht gibt es deshalb einige Wiederholungen, wo Beobachtungen / Empfehlungen /
Anregungen in mehrere Zusammenhänge hineinpassen.
Einigkeit macht stark, bei allen Anziehungskräften der Gegensätze. Zeit hat durchaus noch
mehr zu bieten als nur Gegenwert in barer Münze. Ich lade deshalb alle gerufenen und
selbstbestimmten Geister zur gemeinsamen Entdeckungsreise in die eigene Umwelt ein, um
die hier und jetzt jeweils richtige Schädlings-Abwehr-Strategie zu er-finden: der Weg ist
das Ziel.
Weltersbach, 30. März 1995
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VA
SCHOLL
XIII