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Integrierte Schädlingsbekämpfung
1. Bestandsaufnahme
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Der undifferenzierte Widerwillen vieler Zeitgenossen gegen alle Werbung hat jedenfalls große Ähnlichkeit mit der
Repellentwirkung bei Pestiziden; - eine Art soziale Verhaltens-Resistenz, die nach meinen (subjektiven)
Beobachtungen wächst.
1.2.8. Kostenrechnung für die Allgemeinheit
Das Gesundheits- und das Rentenwesen werden zunehmend belastet durch chronische Belastungen
der Bevölkerung mit:
- Schädlingen und ihren Ausdünstungen / Überresten bei lang anhaltendem Befall (Allergene
und Toxine aus Milben, Schaben, Flöhen, Schimmelpilzen und Mikroorganismen)
- Giften und Nebenwirkstoffen zur Schädlingsbekämpfung (Toxine und Allergene),
- Dekontaminanten
- Kombinationswirkung der drei oben genannten (s.o.: Streß / Synergismen)
- Schäden des Immunsystems wie Allergien, Asthma, Dermatosen, Infektanfälligkeit,
Aggressionen, Depressionen und Krebs werden u.a. als Folgeerscheinungen von
Schadstoffbelastungen in minimalen Konzentrationen angesehen. Subakute Mehrfach-
Vergiftungen und Spätfolgen von akuten und chronischen Vergiftungen tragen in unbekanntem
Ausmaß zur Gesamt-Schadstoff-Belastung bei.
Akute Vergiftungen, die am besten untersucht sind, stellen nach neueren Erkenntnissen vergleichsweise das
geringste Risiko dar.
Wegen dem massiven, gewohnheitsmäßigen Fehleinsatz von Pestiziden besteht ein wachsender
Bedarf an neuen Wirkstoffen aufgrund von vorschneller Resistenzentwicklung. Die Entwicklung
neuer Wirkstoffe wird immer umständlicher und teurer. Dieser Umstand wird von der Industrie
immer wieder beklagt und muß indirekt von der Gesellschaft bezahlt werden.
Langsam und stetig wächst das Seuchenrisiko - ebenfalls wegen vorzeitiger Resistenz der
Wirkstoffe. Dazu kommen Kreuzresistenzen und Mehrfachresistenzen bei fortgesetzten
Überbeanspruchungen der Pestizide (s.Abschnitt über Resistenz).
Fast immer ist das, was vor Vergiftung schützen und nach der Behandlung entgiften soll, nur
geeignet, die Gifte zu verlagern. die empfohlenen Dekontaminationsverfahren führen zu weiteren
Kontaminationen von:
- Wasser, Boden und Luft,
- Baumaterialien und Gebäuden,
- Fahrzeugen - beim regulären Transport,
- Schutzkleidung, Abdeckfolien, Filter von Atemschutzgeräten, Waschwasser,
- behandelten Flächen,
- Putzwasser, Wischlappen, Reinigungspersonal,
Kontamination entsteht außer durch unsachgemäße Anwendung auch durch überschüssiges und unbrauchbar
gewordenes Material (nach Hamsterkäufen, Lagerfehlern wie Frost, Hitze, Feuchtigkeit, Überlagerung, Verbot
etc), ungeregelte Lagerung nach Betriebsaufgabe, sowie durch verschüttetes Material, bei Unfällen und bei der
Gerätereinigung.