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5. PestizideIntegrierte Schädlingsbekämpfung
5.2.1.11. andere Wirkungsmechanismen
töten hochspezifisch "ihre" Wirte, bzw. Feinde;
Nematoden
,
insektenpathogene Pilze
,
Raubfliegen
,
Schlupfwespen, Bacillus thuringiensis,
B. sphaericus;
tötet Blattschneiderameisen indirekt durch Abtötung ihrer symbiontischen Pilze;
Sesam
;
schädigt wichtige Stoffwechselfunktionen durch Reaktion mit Eiweißsubstanzen;
Methylbromid
5.2.1.12. mehrere Wirkungsmechanismen
Atmung, Stoffwechsel und Nerven:
Phosphin
Antifeedant, Wachstumsregler, antibiotisch, Repellent und fungizid:
Niem
Antikoagulans??; Rodentizid, Insektizid, Fungizid und Synergist für Pyrethrum:
Pindon
Cholinesterasehemmung und schwere Langzeitfolgen, z.B. Umbau des Lungenbläschen in
Bindegewebe:
Parathion
5.2.1.13. ???
Mirex, Natrium-Kakodylat, Naphthalin, Neopynamin, Paradichlorbenzol, Pynamin Forte,
Trichlophenidin, Sulfurylfluorid, ... .
5.2.1.14. Gruppeneinteilungen nach anderen Kriterien als dem Wirkungsmechanismus
anorganische Wirkstoffe
Chemikalien - Elemente oder Verbindungen mineralischer Herkunft - meist ohne Kohlenstoff.
Diese Gruppeneinteilung hat nichts mit dem Wirkungsmechanismus zu tun:
Borsäure
,
Kryolite
,
Schwefel
,
Silikagel
; Schwermetalle;
Arsen
,
Thalliumsulfat
; Gift- und Stickgase:
Blausäuregas,
Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Phosphingas, Stickstoff
Antibiotika
Nervengifte, Glycoside; Avermectine:
Avermectin, Ivermectin
tötet Vitamin-K-produzierende Symbionten i.d.Darmflora von Nagern:
Sulfachinoxalin
Atmungsgifte, Sulfonamide:
Sulfluramid
Atemgifte
sind alle Wirkstoffe, die verdampfen und eingeatmet werden; hat nichts mit dem
Wirkungsmechanismus zu tun. -> Verdampfung; Eintrittspforte / Atemgifte
biologische Schädlingsbekämpfungsmittel