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Integrierte Schädlingsbekämpfung
5. Pestizide 89
- Acetylcholinesterase hemmend:
Carbamate, Organophosphate
- Acetylcholinrezeptoren:
Alkaloide
- Blutgerinnung (Nagetiere)
- einmalige Aufnahme: die neueren
Antikoagulantien
- mehrmalige Aufnahme: die älteren
Antikoagulantien
Stoffwechsel/Verdauung:
Avermectin, Bacillus thuringiensis israelensis (BtI)
Zellatmung:
Borsäure, Alkaloide, Rotenone, Hydramethylnon
Atmung im Blut:
Kohlenmonoxid
Herzlähmung:
Glycoside
Hormonhaushalt: Wachstumsregler, Pheromone
-
Juvenilhormon
(Gliederfüßler)
-
Chitinsynthesehemmer
(Gliederfüßler)
-
Häutungshemmer
(Gliederfüßler)
-
Pheromone
(fast alle Tiere, jedes anders)
"Panzerknacken" durchlässig machend (Gliederfüßler):
Seife, inerte Stäube, Pflanzenöle
,
Schwermetallanreicherung:
Schwermetalle
Erstickend;
- Stickgase:
CO2, N2
;
- "Panzerknacker":
Seife, Pflanzenöle
Austrocknend:
inerte Stäube
Krampfgift (Nagetiere):
Crimidin
Narkotisch (kleine Nagetiere):
alpha-Chloralose
Antibiotisch für Vitamin K-produzierende Symbionten (Nagetiere):
Sulfachinoxalin
Verkalkend (Nagetiere):
Calciferol, Cholecalciferol
Blutdrucksenkend (Nagetiere):
Norbromid
(-> Rodentizide)
5.2.7. Eintrittspforten
Viele Pestizide können auf zwei oder mehr Wegen gleichzeitig in den Körper gelangen.
5.2.7.1. Fraßgifte
... wirken nur, wenn sie gefressen werden: Das kann entweder direkt - in Verbindung mit einem
Lockstoff als Köder geschehen, oder indirekt, indem sie sich an die Tiere anheften, sodaß diese es
beim Putzen von der Körperoberfläche ablecken, die damit kontaminiert wurde. Diese Gifte
können so aufbereitet werden, daß nur die jeweils angepeilte Schädlingsart sie finden und erreichen
kann. Es gibt Fraßgifte für Insekten und für Nagetiere. Mikroorganismen, Pilze oder Nematoden,
die auf bestimmte Organismen spezialisiert sind, können ebenfalls wie Fraßgifte ausgebracht
werden.
hochspezifisch, überaus elegant, gewöhnungsbedürftig, setzt gute Kenntnisse über Vorlieben des
jeweiligen Schädlings voraus (s.a. Köder). Beispiele für reine Fraßgifte:
- Avermectin,
- Bacillus thuringiensis,
- Borsäure,
- Amidinohydrazone, z.B. Hydramethylnon,
- Fluorosulfonate, z.B. Sulfluramid,
- verschiedene Wachstumsregler,