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5. PestizideIntegrierte Schädlingsbekämpfung
5.4.4. Rechnen, Mischen, Eichen
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ROTECTION
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GENCY
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FFICE OF
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ESTICIDES
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ROGRAM
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XTENSION
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ERVICE
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USDA (1991)
5.4.5. Vergiftungen
Sollen hier nur am Rande gestreift werden, da der Schwerpunkt dieses Berichts ja in der
Risikominimierung und Giftvermeidung liegt.
Jeder Mensch, der mit Giften zu tun hat, sollte sich unbedingt die Telefonnummer der für ihn als
nächstes erreichbare Giftnotrufzentrale aus dem Telefonbuch heraussuchen, und überprüfen, ob sie
stimmt.
Bereits 1985 hatte ich bei einer bundesweiten Stichprobe erschreckende Mängel in der Telefonliste der
Giftnotrufzentralen festgestellt. Obwohl ich damals die zuständigen Stellen umgehend darüber informiert habe, hat
sich offenbar nichts daran geändert (TEST, September 1994)
.
Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte sich für jedes verwendete Gift die Erste-Hilfe-
Empfehlungen einholen, ständig griffbereit halten und regelmäßig aktualisieren. In den USA ist
das Pflicht. Informationen gibt´s ggf. beim Hersteller.
Weitere Informationen: U.S.
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USDA (1991)
5.4.6. Dekontamination, "Spill cleanup"
-> USAEHA, AFPMB 1992, U.S.
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XTENSION
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USDA (1991)
5.4.7. Buchführung
-> USAREUR 1988
5.4.8. Schutzkleidung, Atemschutz aus: Anwendungstechnik
Bis auf einzelne Ausnahmen durchdringen alle Pestizide alle Schutzkleidung und fast alle Abdeckmaterialien.
Absolute Dichte der Schutzkleidung - die übrigens sehr teuer ist und als Sondermüll entsorgt werden muß, wenn sie
kaputtgeht - führt dazu, daß man sehr schnell im eigenen Schweiß schwimmt. Schwitzen öffnet die Hautporen weit und
macht die Haut durchlässiger, sodaß beispielsweise Pestizide noch leichter in die Haut eindringen können. Diese Art
Schutzkleidung bedeutet außerdem eine Höchstbelastung für den Kreislauf.
Alternative (TIM Schutzkleidung, EPA-Manual): mehrere Schichten Baumwolle locker übereinanderliegend, mit viel
Luft dazwischen, Waschmaschine am Arbeitsplatz oder Wäscherei;
verschmutzte Schutzkleidung nicht mit nach
Hause nehmen
, täglich wechseln, evtl die äußere Schicht stärken, mangeln, imprägnieren. Beim Umgang mit
Konzentraten zusätzlich Schürze aus undurchlässigem Material ohne Taschen tragen, in die das Konzentrat beim
Verschütten hineinfließen könnte. Mit Konzentrat benetzte Schutzkleidung nicht wieder benutzen, sondern
unbrauchbar machen und als Sondermüll entsorgen.
Waschen, -> auch M
ALLIS
1991,
S.
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