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6. SchädlingeIntegrierte Schädlingsbekämpfung
- Schaden, Gesundheitsgefahren:
hierzu gibt es zahlreiche Publikationen aus dem ehemaligen
Bundesgesundheitsamt. Es ist zu bedenken, daß Tiere längst nicht alle Keime, die man auf
ihnen findet, auch auf den Menschen übertragen (Cambridge 1993).
- Ausbreitungsstrategie
: Schädlich zu werden, setzt voraus, daß die Lebewesen in die
ökologischen Nischen, die Menschen ihnen zur Verfügung stellt, hineingelangen. Dabei
kommen ihnen oft menschliche Schwächen zugute. Jede Art hat ihre eigenen Tricks. Wer die
besonderen Eigenschaften seiner Schädlinge kennen und berücksichtigen lernt, kann sich oft
mit geringem Aufwand wirksam vor ihnen schützen.
- Stellung im Tierreich, Zahl der Arten insgesamt und der problematischen Arten
: Die
wenigsten Arten fallen uns überhaupt auf. Fast alle sogenannten Schädlinge haben unzählig
viele harmlose Verwandte mit Anspruch auf ein störungsfreies Leben.
- Entwicklungstyp, Mundwerkzeuge, Sinnesorgane.
Dieser Abschnitt fokussiert auf die
Andersartigkeit zahlreicher Schädlinge. Der Wechsel der Lebensräume (z.B. Wasser -Luft)
und Ernährungsweise (Schmutz filtern - Blut saugen) im Laufe eines einzigen Lebens ist für
erwachsene Menschen kaum vorstellbar, für viele Insekten selbstverständlich. Auch leben fast
alle Tiere mit Wahrnehmungen, von denen wir nur träumen können (mit den Füßen riechen,
Orientierung im Magnetfeld, Vibrationssinn).
- Ei bis Adult, Stadiendauer, Brutplätze, Ernährung, Lebensweise, Klima,
Jahresrhythmus, Diapause, Überwintern.
Schwerpunkt sind Eigenschaften und
Verhaltensweisen, die möglicherweise bei Schutz und Abwehr genutzt werden können.
Allgemein: Alle Tiere putzen sich, manche sogar gegenseitig. Es genügt also, ihre
Körperoberfläche oder Füße mit einem Fraßgift zu kontaminieren. Beim Putzen nehmen sie es
dann auf. Wenn sich die Tiere gegenseitig füttern, oder von den Ausscheidungen ihrer
Artgenossen ernähren, kann es es auch ausreichen, einige Individuen zu vergiften, um eine
große Anzahl zu töten. Beispiele hierfür sind der "Dominoeffekt" und die "trap-treat-release-
Methode". Viele Insekten suchen sich zum Verpuppen einen ruhigen Ort, der anders ist als ihr
Lieblingsort als Larve. Das könnte evtl. für den Bau von Fallen genutzt werden. Räuber töten
oft zu Hause nicht. (Beispiele: Mardernest im Hühnerstall, Mäusenest in der Personenwaage
neben dem Katzenschüsselchen).
- Klima
: Toleranzen und Grenzen, besonders wichtig!
- Steckbrief,
Übersichtstabelle; wichtigste Arten,
bekämpfungsrelevante
Besonderheiten:
Behandlung,
Fokus auf spezielle Empfindlichkeiten
-
Schadensschwellen, Bekämpfungsziele,
Erfüllbarkeit von Erwartungen; Umsetzbarkeit für
verschiedene Situationen; Kosten-Nutzen-Risiko-Analyse;
-
Befallsanzeiger, -nachweise, -überwachung, Fallen,
- Behandlung;
für verschiedene Personen, Situationen und Problemstellungen mit wechselnden
Prioritäten; z.B. Schädlingsabwehr, Personenschutz, Selbsthilfe, Soforthilfe bei Massenbefall,
Schädlingsbekämpfer,