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Integrierte Schädlingsbekämpfung
RodentizideAnhang A3 - 3
Kohlendioxid
-> Insektizide, Gas
Kohlenmonoxid
-> Insektizide, Gas. M
ALLIS
1991, S. 66.
Natrium-Fluoroacetat
-> E
BELING
1975, S. 592
Norbromid
LD50 Wanderratte akut oral 12mg/kg; Mäuse 2250 mg/kg, Hunde und Katzen > 1000mg/kg.
\
Löslichkeit in Wasser 60mg/l (20°C), in verdünnter Salzsäure, Chloroform leicht löslich,
organische Lösungsmittel 0,1 bis 1,4 mg/100ml
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Dampfdruck sehr gering (RT)
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Tod nach 30-120
min.
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Wirkt auf den Kreislauf, schockartiges Absinken des Blutdrucks.
\
Tavole USA
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Raticate,
Shoxin
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0,5% Köder
\
Ratten spezifisch, alle Arten. E
ICHLER
1965,
S.
591, P
ERKOW
1992
Phosphin
-> Insektizide, Gas
Scillirosid
LD50-0,43-2.15mg/kg, stärker giftig für weibliche Ratten - verglichen mit mänlichen Tieren, tötet
innerhalb von 6-12h nach einmaliger Aufnahme
\
Löslichkeit: in Wasser gering, in organischen
Lösungsmitteln schlecht bis gut
\
hitzeempfindlich und begrenzt haltbar (Trocknung unter 80°C)
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stark Brechreiz-erregend und deshalb relativ ungefährlich für die meisten Tiere. Nagetiere können
nicht erbrechen, deshalb selektiv für Nagetiere, herzwirksames Glycosid
\
Zwiebeln der
Meerzwiebel Scilla oder Urginea maritima, Sandoz, CH, 1939
\
Meerzwiebel, Scillirosan, Silmurin,
red squill
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gepulverte Meerzwiebel oder Extrakt; Glycosidkonzentrat enthält durchschnittlich 25%
Scillirosid, 0,05% Köder
\
Ratten
\
Anwendungskonzentration 0,015-0,035% a.i. in Ködern.
\
Nach
Gebrauch Hände waschen. Urginea maritima ist akut vom Aussterben bedroht (Washingtoner
Artenschutz-Abkommen) und sollte nicht verwendet werden. Außerdem sehr schmerzhafte
Vergiftungserscheinungen.
E
ICHLER
1965,
S.
591, T
HOMSON
1992,
S.
157
Strychnin
LD50-1-30mg/kg, Grenzwert für Schäden (=Threshold limit value) 0,15ppm
\
sofort wirksam
\
geruchlos, bitterer Geschmack
\
aus den getrockneten reifen Früchten eines kleinen Baums
Strychnos nux vomica., heimisch in Indien, Nordaustralien, Französisch-Indochina und Ceylon , in
Europa seit ca 1930, erstmals synthetisiert 1954
\
\
Konzentratpuder, 0,5-1,8% Köder
\
gegen alle
möglichen Wirbeltiere außer Ratten
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Anwendungskonzentration 0,5% (Alkaloid) und 0,5-1%
(Sulfat), gemischt mit Korn, Gemüse, Früchten etc.
\
das Alkaloid gilt als etwas stärker giftig,
obwohl es weniger gut wasserlöslich ist. Achtung hochgiftig!
T
HOMSON
1992,
S.
159
Sulfachinoxalin
LD50->1000mg/kg (Ratte), 15000mg/kg (Maus), Löslichkeit: in Wasser 7,5mg/l (20°C), Aceton
0,54g/100ml, Ethanol 0,093g/100ml (20°C)
\
Dampfdruck 0,133 mPa (20°C)
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unter Lager-und
Anwendungsbedingungen stabil
\
bakterizid. tötet Vitamin-K-produzierende Bakterien in der
Darmflora der Nager und verhindert dadurch die Wiedererholung von Ratten und Mäusen nach