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Anhang A3 - 4
RodentizideIntegrierte Schädlingsbekämpfung
Aufnahme von Antikoagulantien (P
ERKOW
1992)
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Pro-Chim SpA
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Shell, Schering, Vetyl
\
Lepit
(mit Chlorphacinon),
Brumolin
(mit Bromadiolon und mit Chlorphacinon),
Terflix
(mit
Bromadiolon),
Tox-Vetyl
(mit Warfarin)
\
Fertigköder-Kombination mit Antikoagulantien
Sulfaquinoxalin -> Sulfachinoxalin
\
T
HOMSON
1992,
S.
151 (+ Warfarin: LD50-50mg/kg, verstärkt
die Wirksamkeit des Antikoagulans durch Retardieren der Vitamin-K-produzierenden Bakterien)
Thalliumsulfat
LD50-15mg/kg; tödliche Dosis für den Erwachsenen 1-1,5g (K
LIMMER
), nach anderen Angaben
unter 0,5g, Kumulationsneigung, Resorption aus wässriger Lösung durch die Haut
\
Löslichkeit: in
Wasser löslich (4,87g/100g); in organischen Lösungsmitteln unlöslich
\
Dampfdruck Null
\
langsam wirkend
\
weitgehend stabil, geringe Korrosion gegen Eisen; persistent, kein
Metabolismus, nicht entgiftbar. Das heißt, es wird nicht abgebaut; weder in Ködern, noch im
Boden, noch im Gewebe von getöteten Tieren; Schwermetall blockiert Zellfermente
\
Duisberger
Hütte, Marquardt, u.a.
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Bayer, Hentschke, Hygiene-Chemie
\
Zelio, Th-Universal, Tharattin
\
2%
gebrauchsfertiges Giftgetreide, Mischung der thalliumhaltigen Zubereitung mit Ködermaterialien
\
Alle Rattenarten, Feldmaus, Hausmaus, Schermaus (Giftgetreide), Asseln, Maulwurfsgrillen
(Giftkörner)
\
In den USA wegen der Persistenz und der Gefahr der Sekundärvergiftung seit langem
verboten.
P
ERKOW
1992
Wachstumsregler
Alpha-Chlorohydrin, ein synthetisches Oestrogen BDH 10131 macht Ratten für ein Jahr steril;
B
UCKLE
&S
MITH
1994, S. 116f); s.dort auch weiterführende Literatur: B
ROOKS
&
B
OWERMANN
(1971), K
ENDLE
(1973), K
ENDLE
et al. (1973), R
OWE
&
L
AZARUS
(1974a), R
OWE
&
L
AZARUS
(1974b)
Zinkphosphid
LD50-21mg/kg (P
ERKOW
,
1992: ca 45mg/kg), Einstündige Einatmung von 300ml
Phosphorwasserstoff/m³ ist für Menschen lebensgefährlich. MAK-0,1ml PH3/m³ Luft
\
Löslichkeit:
in Wasser praktisch unlöslich (zersetzt sich darin langsam);
\
Dampfdruck: in trockenem Zustand
ohne Dampfdruck
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Geruch und Geschmack nach Knoblauch wird von Nagetieren gut angenommen
\
muß trocken aufbewahrt werden, zersetzt sich langsam an feuchter Luft. Reagiert heftig mit
Säuren, wobei hochgiftiger, brennbarer Phosphorwasserstoff entsteht; mehrere Monate haltbar,
leicht korrosiv über Metallen, entwickelt bei Feuchtigkeit Phosphingas; bei Verwendung als Köder
bei Kontakt mit der Magensäure Freisetzung im Magen; Sekundärvergiftung ist angeblich kein
Problem; Zum Schutz von Nichtnagern oft mit Brechmittel versetzt (Nager können nicht erbrechen)
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Hooker Chem Co, 1943; Hersteller (D) Wülfel u.a.
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> 20 Vertriebsfirmen
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Zahlreiche Produkte
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80-95% Konzentrat, 0,5-3% Köder, 5-10% Paste, 10% Spurpuder, 5% Gel, Giftgetreide
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Anwendungsrate, Landwirtschaft 8-10 lb/A
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hochgiftig für alles tierische Leben, Anwendung
gegen kleine Säuger, gängiges Mittel gegen Ratten in Müllkippen. Vorködern; gesamtes Objekt
auf einmal begiften, gut lüften, trocken halten; nach 2 Tagen tote Ratten und Köderreste
einsammeln und entsorgen. Wiederholung nicht vor Ablauf von 1 Monat. Insbesondere Einatmen
von Staub vermeiden! Nur verwenden, wo es absolut trocken ist, und als absolut letzte Rettung,
wenn sonst nichts geht. Bei unsachgemäßer Lagerung besteht Feuer- und Explosionsgefahr!
E
ICHLER
1965,
S.
592
\
T
HOMSON
1992,
S.
163, P
ERKOW
1992.