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Integrierte Schädlingsbekämpfung
RodentizideAnhang A3 - 7
LD50-1,5 bis 3 mg/kg (Ratte) bis 340 mg/kg (Mäuse, P
ERKOW
), bei mehrfach-Aufnahme LD50-
0,2mg/kg/Tag (T
HOMSON
1992,
S.
), 6 mal 0,5mg/kg/Tag (P
ERKOW
)
\
Löslichkeit: praktisch
unlöslich in Wasser, in Alkali unter Salzbildung löslich, in organischen Lösungsmitteln leicht
löslich
\
Dampfdruck sehr gering (RT)
\
lange Dauerwirkung im Köder
\
mehrfach-Aufnahme
erforderlich
\
stabil in schwach saurem und schwach alkalischem Medium (RT)
\
Velsicol 1958
\
heute Bell Labs, Nease, FMC
\
Contrax-D, P.C.Q., Ramik
\
0,005-0,01% Köder; Natriumsalz auch
zum Mischen mit Wasser; 1,25%-Tabletten, Kontaktstaub
\
Anwendungsrate im Köder 1:40
\
Hausratten, Wanderratten, Hausmäuse
\
für Ratten giftiger als für Mäuse. Nimmt Feuchtigkeit aus
der Umgebung auf und wird dadurch attraktiver; schimmelt aber auch leicht und lockt
Vorratsschädlinge an, für die es nicht giftig ist. Gestorbene Tiere sofort einsammeln; Gefahr der
Zweitvergiftung ist recht hoch.
D
as Natriumsalz des Wirkstoffes ist wasserlöslich
\
Liqua-Tox
, 0,106% Flüssigkonzentrat in
Portionspackungen zur Herstellung von Flüssigköder mit knapp 1 L Wasser und 0,05% Diphacinon
\
Bell Labs
\
Flüssigköder ist manchmal sehr hilfreich; besonders gegen Ratten, wenn alle anderen
Methoden versagen. Allerdings ist es besonders schwierig, Flüssigköder permanent unter Kontrolle
zu halten, ohne Teile davon zu verschütten. Fehler können leicht fatale Folgen haben, eher als bei
festen Formulierungen.
T
HOMSON
1992,
S.
154, M
ALLIS
1990,
S.
68
Flocoumafen
LD50-0,8mg/kg (Ratte) 0,25mg/kg (Maus), 0,075-0,25mg/kg (Hund)
\
Löslichkeit: in Wasser
1,1mg/l. Organische Lösungsmittel > 10g/l
\
Dampfdruck 133pPa (25°C)
\
Shell
\
Storm
\
Streuköder, Blockköder, Wachspellets
\
Wanderratte und Hausmaus
\
strikt additiver Effekt
\
Einmal-Anticoagulans der zweiten Generation, auch gegen resistente Nager
\
unheimlich giftig;
zahlreiche Angaben fehlen in den Standardwerken (z.B. Löslichkeiten, Wirkstoffgehalt in
Zubereitungen, Halbwertzeiten).
M
ALLIS
1990,
S.
75, P
ERKOW
1992
Isovaleryl
... ist relativ ungiftig bei einmaliger Aufnahme, braucht ungefähr 2 Wochen, um die Wirkung
vollständig zu entfalten
\
Kilgore 1942
\
Motocomo Inc. und Bell Labs
\
Isovaleryl, Valone, Isoval,
\
0,055% Köder, 1,1% Konzentrat, 2,18% Kontaktstaub
\
darf während der Anwendung niemals
ausgehen, da sich die Tiere sonst erholen. Die Gefahr der Zweitvergiftung ist dadurch geringer.
(
Daher wohl nur dort sinnvoll, wo alle anderen Nahrungsquellen ausgeschaltet werden können
). Meistens werden
die Calcium- und Natriumsalze des Wirkstoffs in den Formulierungen verwendet. Gilt als weniger
wirksam als Pivalyn.
Isovalerylindandion:
\
M
ALLIS
1990,
S.
68
\
1% Konzentrat zum
Selbermischen für 0,05% Köder oder als Staub auf die Wege oder in die Löcher stäuben.
Calciumsalz:
Isotrac
, Kontaktstaub, Bell Labs.
T
HOMSON
1992,
S.
153
Pindon
LD50 Ratte akut280 mg/kg; kumulierend, 6-10 Tage! LD50-50mg/kg
\
Löslichkeit 18mg/l (25°C),
leicht löslich in wässrigen Alkalien unter Bildung gelber Salzlösungen, löslich in den meisten
organischen Lösungsmitteln
\
Dampfdruck sehr gering
\
geruch- und geschmacklos
\
weitgehend
stabil
\
Kilgore 1942
\
Motomco Inc. und Bell Labs (USA), Jannausch, Schering, Schneider, Vigor
\
Pival, Actosin P
u.a. (Kombinationen mit Warfarin)
\
0,025% Fertigköder, 0,5-2% Puderkonzentrat;
als wasserlösliches Natriumsalz mit Chelatbildner:
Pivalyn
\
Zubereitungen als "Kuchen", Pellets,
Kontaktstaub oder als lösliche Flüssigkeit.
\
gegen Ratten, Mäuse, außerdem bestimmte
Vorratsschädlinge. ovizid für Kleiderläuse; verhindert Insektenfraß
\
Anwendungskonzentrationen
von Lösungen des Natriumsalzes 0,005 - 0,006%
\
M
ALLIS
,
1990: 0,025% Köder ist weniger