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E. Scholl (1995): Erarbeitung ... Richtlinien ... integrierte SchädlingsbekämpfungAnhang A2 - 1
Anhang A2
Insektizide & Akarizide, alphabetisch (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
Diese Übersicht erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit; alle Angaben sind ohne Gewähr.
Die Schwerpunkte dieser Tabelle liegen bei solchen Wirkstoffen, die als "Alternative" in Frage
kommen und denjenigen, die häufig verwendet werden.
Abamectin
... ein antibiotisches Glycosid aus der Gruppe der -> Avermectine; Streptomycin aus Streptomyces
avermitilis. Dieser Wirkstoff ist sehr giftig (LD50-10mg/kg, Ratte oral); Anwendung als Fraßgift
0,011% flowable dust oder 0,15EC. -> Avermectine
Acylharnstoffe / Ureide
... einige Wachstumsregler; Biphenyle, polyfluoriert; schwer abbaubar
Diflubenzuron
(
Dimilin
),
Flufenoxuron, Hexaflu(mu)ron, Pyriproxyfen, Tefluron,
Tebuphenozid, Triflumuron
Zu den zyklischen Ureiden gehören auch die Barbiturate (= starke Schlafmittel)
Akarizide - Wirkung gegen Milben
Acrinathrin
, Pyrethroid (T
HOMSON
1992,
S.106)
Abamectin
s.o.; (M
ARRS
1993, p. 12)
Benzylbenzoat
, pflanzliches Konservierungsmittel gg. Schimmel und Mikroorganismen
Dicofol
, Chlor-Kohlenwasserstoff, Nervengift
Kryolite
, anorganisch
Flucycloxuron
, Wachstumsregler, Chitinsynthesehemmer
Schwefel
, elementar, anorganisch (P
ERKOW
1992), Zellgift
Alkaloide
... in Pflanzen vorkommende, basisch reagierende Aminosäurederivate. Man kennt etwa 3000
Alkaloide; die meisten sind sehr giftig. Z.B. Atropin blockiert die Acetylcholin-Rezeptoren.
Acetylcholin ist die reizübertragende Substanz zwischen Nerv und Muskel. Gegengift bei
Vergiftung mit Cholinesterasehemmern); (weitere Wirkungen -> K
USCHINSKY
&
L
ÜLLMANN
1987,
p.59). Z.B.
Chinin, Colchicin, Heroin, Kodein, Kokain, Morphin, Muscarin
(Fliegenpilz),
Nikotin, Piperin, Ryania
aus Ryania speciosa (Flacourtiaceae),
Sabadilla, Solanin, Scopolamin,
Strychnin, Tomatin
aus Solanaceae (C
OATS
1994, p.504, S
CHRÖTER
et al., 1984)
Amidinohydrazone -> Hydramethylnon
Anorganische Pestizide
E
ICHLER
1965, S. 21: Anorganische Metallverbindungen dominierten als Insektizide vor dem
Zweiten Weltkrieg im Forst, Feld- und Obstbau, ehe kurz danach die synthetischen Insektizide ihre