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16 - Anhang A2
Insektizide & Akarizide
Integrierte Schädlingsbekämpfung
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Kokosöl
: soll ähnlich wirken wie Silikagel und sei darüber auch für Eier in Paketen gut, wirkt
in feuchter Umgebung; wird von porösen Untergründen aufgesaugt.
Insect schocker
Derricot,
CH (Haut-, Augenreizend??? 1994, mündl. Mitt.)
-
Sesamöl
: hat eine gute fungizide Wirkung, die beispielsweise bei der Abwehr von
pilzzüchtenden Ameisen indirekt nutzbar gemacht werden könnte (C
ORNWELL
1976, S. 240 + 3
Literaturhinweise, V
ANDER
M
EER
& al 1990, S. 420 ff.
Zur Not tut´s auch Salatöl. -> Öl
Phosphorwasserstoff, Phosphingas, PH3
farbloses, fischig-knoblauchartig riechendes, sehr giftiges Gas; entsteht rein aus Phosphiden und
Wasser, z.B. Ca3P2 + 6 H2O -> 3 Ca (OH)2 + 2 PH3; Th: LC50-200 ppm bei einstündigem
Kontakt. "Vergiftung nicht chronisch; entsteht nie direkt, sondern immer nur mit Luftfeuchte
hydrolytisch. Aus diesem Grund braucht man den Atemschutz nur bereithalten + MAK-Wert
messen; 20% schwerer als Luft, steigt aber trotzdem auf; oxidiert Metalle und ist daher gefährlich
für Elektronik.
Pilze -> biologische Mittel
Piperidin -> Pfefferextrakt
Piperonylbutoxid
... ist ein wirkungssteigernder und resistenzbrechender Zusatz zu Pestiziden, der vielfach Pestiziden
zugesetzt wird und als unschädlich gilt. Piperonylbutoxid ist allerdings dauerwirksam, und wirkt
angeblich auch selbst, d.h. ohne weitere Wirkstoffe. Nach B
ERNDT
&
E
ICHLER
1987, S. 157 hat es -
zumindest gegen Pharaoameisen - eine starke Repellentwirkung.
Pyrethroide
Wirken ebenso wie die chlorierten Kohlenwasserstoffe nervenlähmend durch Manipulation der
Natriumpumpe i.d. Membran. Synthetische Pyrethroide sind dem (->) Pyrethrum nachgebaut,
chemisch verwandt, wirken auch so ähnlich und sind für Fische hochgiftig, haben aber doch
mehr/weniger erheblich verschiedene Eigenschaften (Wirkungsdauer, Abbau, Repellent-Stärke,
Giftigkeit für Arthropoden/Wirbeltiere, Löslichkeit in Fett/Wasser, Dampfdruck).
Problematisch sind - besonders bei der Verwendung der dauerwirksamen Pyrethroiden - die
Resistenz, die Kreuzresistenz mit chlorierten Kohlenwasserstoffen, sowie bei Verwendung von
Kurzzeit-Pyrethroiden der gewohnheitsmäßige Zusatz dauerwirksamer und repellierender
Synergisten. Verdacht auf neurologische Dauerschäden nicht völlig ausgeräumt. Adsorption der
Teilchen an Staubpartikel ist auch bei unlöslichen Pyrethroiden möglich und kann so große
Probleme verursachen (beispielsweise durch Lipophilie, elektrostatische Kräfte, J
ÄGER
1994,
mündl. Mitt.) Pyrethroide können gefährlich werden, wenn sie in Wunden gelangen. Über die
Hautresorption schweigt die einschlägige Literatur
Pyrethroide wirken in der Kälte besser. Wirkungsverlust bei höheren Raumtemperaturen und auf
fettigen Untergründen (z.B. lange nicht gereinigte Küchenwände!) beachten. Mit Synergisten
wirken Pyrethroide auch bei Wärme (C
ORNWELL
1979, S. 390).
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Allethrin
, länger wirksam als Pyrethrum, UV-instabil, unwirksam auf Alkali, Kalk, Seife, div.
Metalle, eng verwandt mit Naturpyrethrum (E
BELING
1975, S. 39);
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alpha-Cypermethrin
, sehr stabil, wirksamer als Cypermethrin;
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Beta-Cyfluthrin
;