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22 - Anhang A2
Insektizide & Akarizide
Integrierte Schädlingsbekämpfung
____________________________________________________________________________________________
Tabelle 6: Übersicht, charakteristische Eigenschaften verschiedener Silikagele u.ä.
-> Synergismen von Silikagel mit Wärme!
Weiterführende Literatur (Auswahl): Anonym (1958), C
ORNWELL
,
P.B. (1976), D
EGUSSA
(1980),
E
BELING
,
W. (1971, 1994c, 1995 in R
UST
& al., dort zahlreiche weitere Literaturhinweise). J
AHR
,
J., (1981) in: Dunnom, D.D. (Ed), L
E
P
ATOUREL
,
G.N.J.
&
Z
HOU
,
J.J. (1990), Q
UARLES
, W. (1992b,
c), R
OM
, W.D. (1983), S
YSTEMS
P
EST
M
ANAGEMENT
PTY
L
TD
(1993), T
ARSHIS
,
I.B. (1959, 1967),
W
ORLD
H
EALTH
O
RGANIZATION
(1987).
Staub
z.B. Silikagel, Borsäure. Funktional gesehen, können auch Mikrokapselpräparate und
wasseraufschwemmbare Pulver als Stäube angesehen werden (s. Zubereitungen). Viele Wirkstoffe,
die von Natur aus ölig sind, können gewissermaßen verfestigt werden, indem sie in Silikagel
aufgesaugt werden.
Stickstoff N2
Farb-, geruch- und geschmackloses Gas; sehr reaktionsträge; Hauptbestandteil der Luft (78,1 Vol.-
%); Herstellung: physikalisch nach dem Linde-Verfahren (fraktionierte Kondensation und
Destillation von Luft bei tiefen Temperaturen; N2 schmilzt bei -210°C und siedet bei -196°C.
Technische Bindung des Luftstickstoffs: Wegen der Seltenheit N-haltiger Minerale und anderer N-
Quellen ist der Luftstickstoff trotz seiner Reaktionsträgheit Ausgangsstoff für die Herstellung fast
aller wichtigen Stickstoffverbindungen; (Haber-Bosch-Verfahren, Frank-Caro-Verfahren). Durch
die Technik werden der Atmosphäre jährlich etwa 106 t Stickstoff entzogen. Die Gesamtmenge
beträgt etwa 3 x 1015 t. (Verwendung: N2 kommt mit 15MPa (150 at) in grün gekennzeichneten
Stahlflaschen in den Handel. Schutzgas für Lagerung, Transport und chemische Umsetzungen
sauerstoffempfindlicher und feuergefährlicher Umsetzungen (S
CHRÖTER
1984, S. 369).)
Verwendung zur Schädlingsbekämpfung in elektronischen Geräten bei gleichzeitigem (fast)
vollständigem Sauerstoffentzug. Stickstoffatmosphäre wirkt sehr unterschiedlich auf Individuen.
Offenbar atmen sie je nach physiologischem Zustand mehr oder weniger intensiv; z.B. kurz nach
oder vor der Häutung; Ei, Larve, erwachsenes Tier in verschiedenen Lebenssituationen (wie beim
Menschen übrigens auch). Bei Anwendung von N2 muß sehr exakt gearbeitet werden, da minimale
Sauerstoffmengen für einige Schädlinge zum Überleben ausreichen; Rest-O2 < 1% (R
EICHMUTH
,
1994). Wo mit Störungen gerechnet werden muß, besser CO2 verwenden.
Stoffwechselgifte -> Eintrittspforten
Streptomyces avermitilis
->
R
UST
&
al. 1995, S. 137
Sulfluramid
... ein hochfluoridiertes Sulfonamid, das in die Atmungskette eingreift. Es ist persistent im Gewebe
und könnte auch in der Umwelt persistieren (C
OATS
1994, p.501) z.B. Fluorosulfonat; ein Fraßgift
mit verzögerter Wirkung (B
ALLARD
1993, S. 381),
Pro-Control ant bait
, Microgen; G
RIFFIN
1989;