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Integrierte Schädlingsbekämpfung Anwendungstechnik - Pestizide
Anhang A4 - 13
1. Sanft zusammendrücken, so daß Staub in die Öffnung geblasen wird. Bei richtiger
Anwendung sollte man kaum sehen können, daß Staub aus der Öffnung heraustritt. Eine
hauchdünne Schicht, die fast unsichtbar ist, reicht aus. Über dicke Staubbeläge läuft kein
Insekt freiwillig. Die Staubschicht sollte allerdings den gesamten Hohlraum von innen
auskleiden, um die Tiere nicht auf unbehandelte Flächen zu vertreiben.
2. Druck halten,
3. Schlauch
erst
herausziehen und den Druck
danach
erst wieder lösen. Andernfalls werden
Schmutz, Feuchtigkeit und ggf. Insektenteile in das Stäubegerät hineingesaugt. Bereits
kleine Mengen Schmutz und Feuchtigkeit verklumpen den Staub und verstopfen die
Öffnung.
4. Überflüssigen Staub wegwischen oder aufsaugen.
Vorversuche sind dringend zu empfehlen.
Stäubegeräte sollten in dichtschließenden Behältern aufbewahrt werden, damit der Staub nicht
feucht wird. Dies gilt besonders für die Aufbewahrung im Auto.
Schäumen
..., eine relativ neue Sonderform der Schlupfwinkelbehandlung. Im Schaum wird das Insektizid
gelöst. Festigkeit und Haltbarkeit des Schaums sind beliebig einstellbar. Diese Formulierung
wurde zuerst für Termiten entwickelt, eignet sich aber auch für Ameisen, Schaben und andere in
Schlupfwinkeln lebende Tiere. Besonders gut für unzugängliche Hohlräume, die vollständig mit
Schaum gefüllt werden können. Überschüssiger Schaum kann aus weit entfernten Ritzen wieder
herausquellen und muß dannn sorgfältig entfernt werden.
Spraydosen, Zusatzgeräte zu herkömmlichen Druckspritzen, oder Spezialgeräte, die in Verbindung
mit bestimmten Präparaten verkauft werden. Diese Methode ist noch nicht sehr weit verbreitet, hat
aber gute Aussichten, zur Risikominimierung / Effizienzsteigerung beizutragen.
Schäumer: Richway Pestifoamer PCT (10)1994, S. 50; B&G Troubleshooter Foam unit & wall
foaming equipment, PCT (10) 1994, S. 124
Sprühen
Die Giftspritze, auch Sprayer genannt, ist das traditionelle Arbeitsgerät des Schädlingsbekämpfers:
Inbegriff für die Patentlösung schlechthin.
Beim Umgang mit diesem Gerät gibt es zahllose Fehlerquellen. Sie reichen vom Ansetzen der
Lösung über den Sprühvorgang selbst und die Häufigkeit der Behandlungen bis zu Wartung und zur
Pflege des Gerätes. Aus diesem umfassenden Thema werden hier nur einige wesentliche
Problempunkte herausgegriffen, weil die Geräte so weit verbreitet sind. Für die integrierte
Schädlingsbekämpfung sind sie zu groß und sollten deshalb auf die Dauer ausgewechselt werden.
Der gesamte Geräte- und Produktmarkt ist auf das Verschleudern großer
Pestizidmengen ausgerichtet. Dies dürfte ein großes Problem der Praxis sein.
(s.u.: Nebel)
Die Kontamination exponierter (= außen liegender) Flächen ist mit den meisten Düsen der
herkömmlichen Spritzen kaum zu vermeiden, obwohl manche für die Schlupfwinkelbehandlung
umgerüstet werden können.
- Sprühdüsen sind Präzisionswerkzeuge, meist aus weichem Messing, (manchmal aus Keramik).
Wenn sie neu sind, haben sie einen definierten Ausstoß pro Minute bei einem vorzugebenden