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Integrierte Schädlingsbekämpfung
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Anhang B-2 / Feuchtigkeit
Benutzung kurz und kräftig gelüftet werden: nach dem Baden oder Duschen maximal 30 Minuten,
nach dem Kochen und nach der Toilettenbenutzung maximal 10 Minuten.
Heizen sollte man nicht die Luft, sondern die Wände und Möbel und Einrichtung. Je größer die
gewärmten Flächen sind, desto besser. Dazu sollten möglichst viele Teile Wärme speichern
können. Allgemein gilt, je schwerer ein Körper ist, um so größer ist bei gleichem Volumen sein
Vermögen, Wärme zu speichern (z.B.: ein Pfund Eisen speichert mehr Wärme als ein Pfund
Federn).
Wenig benutzte Räume soll man nur mäßig heizen und in geringem Maß lüften; die Türen zu
diesen Räumen geschlossen halten. Werden nicht beheizte Räume durch warme Luft aus
Nachbarräumen gewärmt, können unter Umständen Feuchtigkeitsprobleme mit
Schimmelpilzbildung die Folge sein, wenn sich die Feuchte aus der warmen Luft an den kalten
Mauern niederschlägt. Ähnliches gilt für Toträume an der Rückseite von Möbeln. Zur
Feuchtebekämpfung sollten große Möbel von den Außenwänden entfernt werden. Falls das nicht
möglich ist, sollten sie mindestens 5 cm Abstand von der Wand haben, um die Luftzirkulation an
der Rückseite nicht zu unterbrechen.
Während der Heizperiode Kellerfenster und Dachluken schließen. Dadurch wird ein verstärktes
Auskühlen der angrenzenden beheizten Räume vermieden.
6.3. Feuchteschutz:
Taupunktberechnung bei jeder Dämmaßnahme; der Taupunkt muß möglichst weit außen liegen.
Diese Berechnung sollte unbedingt unter Anleitung eines erfahrenen Fachmanns gemacht werden.
Baumaterialien mit guter kapillarer Leitfähigkeit einsetzen: das ermöglicht ungehinderte kapillare
Austrocknung. In einem gut ausgebildeten Kapillarsystem kann Wasser leicht in den Baustoff
eindringen und ebenso schnell wieder hinausgelangen. Durch Kapillareinwirkung wird zehnmal
soviel Feuchtigkeit aus einem Baustoff abtransportiert wie durch Wasserdampf-Diffusion.
Kapillarwasser wandert immer zur trockeneren Seite des Bauteils, auch gegen den Diffusionsstrom, um an der
Oberfläche zu verdunsten.
D
iese Eigenschaft macht Dampfsperren problematisch, weil bei ungünstigen Temperatur-
und Feuchtigkeitssituationen Wasser an der inneren Seite der Dapfsperre gestaut wird, in der Wand verbleibt und diese
nachhaltig schädigen kann.
Dampfsperren und Innendämmung möglichst vermeiden.
Dampfbremsen: Beim Wasserkochen im Topf wird der Dampf durch den Deckel "eingesperrt";
zumindest solange, bis das Wasser kocht. Wasser, das am Deckel kondensiert, läuft in den Topf
zurück. In Räumen ist das etwas komplizierter, wenn das Wasser irgendwo hinläuft. Deshalb sollte
man Dampfbremsen an Raumwänden und Einrichtung - sollten sie notwendig sein - sorptionsfähig
beschichten: Die Schicht saugt dann Kondenswasser auf und gibt es jedesmal langsam an die Luft
wieder ab, wenn diese durch Lüften getrocknet wird. Sorptionsfähige Materialien haben große
innere (=großporige) Oberflächen. Beispiele für sorptionsfähige Materialien sind: Holz, Kalk,
Gipsputz, Ziegel, Naturfasern, Tapete, Wandfarbe. Schichten aus diesen Stoffen nehmen außerdem
andere Gase, Dämpfe und Staub auf und geben sie beim Lüften wieder an die Luft ab.
Dampf- und Windbremsen: Bei Holzkonstruktionen mit Ausfachung aus leichten Dämmaterialien
sind Dampfbremsen erforderlich. Sie müssen immer an der wärmeren Seite des Bauteils angebracht