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Mücken / Anhang B-7
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E. Scholl (1995)
Mücken-"typ"
Hausmücken
Überschwemmungsmücken Waldmücken
Besonderheiten der Mücken
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bevorzugter Gewässertyp
Klein- und Kleinstgewässer Überschwemmungsgebiete Fallaubtümpel/Wald
Zustand des Wassers
egal
schwankend
sauer, schattig, kühl
(
O2-gehalt u. Wasserstand)
Eier
"Eischiffchen", schwimmen einzeln auf feuchten Boden einzeln, sinken ab
auf der Wasseroberfläche schwerer als Wasser, sinken ab
Ort der Eiablage
Wasseroberfläche überall
auf feuchten Waldboden
Überlebensdauer der Eier
kurz
jahrelang
unterschiedlich
Wassertemperatur für die
Über 10°C
mindestens 12°C
mindestens 2°
Larvenentwicklung
Zeit der Plage
nach Sommerregen nach Überschwemmungen nur im Frühjahr
Stechaktivität der Fluginsekten
Dämmerung und Nacht morgens und abends
stärker bei Feuchte/Wärme
im Nahbereich
fast nur im Freien, oft weit vom in der Nähe des Brut-
menschlicher Wohnungen Brutgewässer entfernt
gewässers im Wald
Anzahl der Generationen pro Jahr
4-5 (-7)
1-3
1
Wanderungen der Fluginsekten
ortstreu
wanderlustig, oft mehrere km/Tag ortstreu
Überwinterndes Stadium
befruchtete Weibchen Eier
Eier / Larven
Tabelle B7: Übersicht über Besonderheiten häufiger Mücken
7. Behandlung
7.1. Befallsanzeiger, -nachweis, Überwachung, Fallen
Zentralschlüssel der Mückenabwehr ist die Beseitigung oder die Veränderung der Brutplätze. Nur
die sollten behandelt werden - wenn überhaupt. Ein weiterer Schlüssel ist der Selbstschutz, wo die
Brutplätze nicht erreichbar sind.
Um die Brutplätze an der richtigen Stelle suchen zu können, gilt es zuerst, die Art zu bestimmen.
Die erkennt man am besten an dem Schuppenmuster der Beine und Flügel.
Das ist garnicht so einfach, weil jeder, der von einer Mücke gestochen wird, zuerst zuschlägt, bevor das Denken
einsetzt. Dabei wird das hauchfeine Schuppenmuster an den Beinen und auf den Flügeln der Mücken meist völlig
zerstört. Auch beim Fangen kann das leicht passieren, oder wenn die Tiere in einem Fanggläschen herumflattern.
Selbst wer noch so aufpaßt, kann Pech haben, da die Schuppen bei älteren Tieren von selbst allmählich abblättern. Wer
es genau wissen will, muß die Mücken aus den Larven oder Puppen selber züchten, um sie exakt zu bestimmen. Sie
müssen nach dem Schlüpfen bald getötet werden und gleich anschließend präpariert werden, ohne das Schuppenmuster
zu beschädigen. Das ist eine Arbeit für Spezialisten. Er muß dazu schon vorher eine Ahnung haben, wann und wo er
nach den jeweiligen Mücken suchen muß, und unter welchen Laborbedingungen sie wachsen. Er sollte sie auch selbst
sammeln. Ausführliche Anweisungen dazu finden sich in H
EADQUARTERS
,
D
EPARTMENT OF THE
A
RMY
(1992)
Der Nicht-Fachmann sollte mit Hilfe der obigen Beschreibungen und Tabellen anhand der
Tageszeit, Jahreszeit und des Ortes der Mückenstiche, sowie mit etwas Übung bald selbst die