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Integrierte Schädlingsbekämpfung
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Anhang B-11 / Zecken
1 bis 12°C
67 - 140 Tage
-10 bis 0°C
300-400 Tage
icklungsdauer der Zeckenlarven im Ei bei verschiedenen Temperaturen
en schlüpfenden Larven fehlen noch die Hinterbeine. Sie sind 0,6 - 1,5mm lang, weichhäutig und
mperaturabhängig. Bei
Tabelle B11-1: Entw
D
hell. Es dauert einige Tage, bis ihr Panzer hart und dunkel geworden ist. Während dieser Zeit
bleiben sie in einem sicheren Schlupfwinkel, wo sie vor Licht und Austrocknung geschützt sind.
Frühestens 9 bis 22 Tage nach dem Schlüpfen - je nach Temperatur und Lebensfähigkeit - werden
die Larven aktiv und beginnen die Suche nach einem geeigneten Wirt..
Die Aktivität der Zecken ist, ebenso wie die Entwicklung im Ei, stark te
Durchschnittstemperaturen von 7 bis 14°C ist der Befall am stärksten. Bei höheren oder niedrigen
Mitteltemperaturen läßt mit der Zeckenaktivität auch die Befallsintensität nach.
- Alle Stadien von I. ricinus beginnen sich bei Temperaturen von 11 - 14°C. zu bewegen. Bei
rascherer Erwärmung gewinnen wir den höheren, bei langsamer den niedrigeren Wert. Nach
langsamer Erwärmung werden die Zecken bei ungefähr 40°C aufgeregt, bei 45°C matt, und be
47°C verfallen sie in einen toporartigen Zustand. Nach Abkühlung der Umgebung werden sie
wieder aktiv.
Außerdem wurde experimentell ein Einfluß der Temperatur auf den Geotropismus der Zecken
nachgewiesen
i
-
-
-
äufig
Die
ktivität am
klettern sie an Grashalmen etc. empor und warten
t
en
. zwischen 12 und 24°C sind sie negativ geotrop, d.h. sie kriechen vom Boden
nach oben. Unter und über diesen Temperaturgrenzen sind sie positiv geotrop, d.h. sie
kriechen nach unten zum Boden.
Bei Temperaturen von 24 bis 40°C sind die Tiere zwar aktiv, klettern aber nicht mehr an
Pflanzen hoch und gelangen daher schwerer auf vorbeigehende Wirte. Sie greifen jedoch auf
dem Boden ruhende oder weidende Tiere an
Bei allen Temperaturangaben muß beachtet werden, daß das Mikroklima in Bodennähe
erheblich von meteorologischen Angaben abweichen kann. Lufttemperaturen werden im
Schatten in einer Standardhöhe von 50 oder 200 cm gemessen. Da besonnte Objekte
wesentlich wärmer sein können, geraten auf den oberen Pflanzenteilen sitzenden Zecken h
auch dann unter Temperaturverhältnisse, die ihre Aktivität begünstigen, wenn die
Lufttemperatur der Umgebung niedriger liegt.
gehäufte Zeckenaktivität im Frühsommer und Herbst kann so aufgrund der für die A
en geeigneten Durchschnittstemperaturen erklär
best
t werden, obwohl sich auch in kälteren und
wärmeren Jahreszeiten auch so günstige mikroklimatische Verhältnisse entwickeln können, daß die
Zecken liegende oder weidende Tiere angreifen.
Wenn die Tiere zur Nahrungsaufnahme reif sind,
darauf, daß ein potentieller Wirt vorbeikommt. Sie klammern sich mit den Hinterbeinen fest und
bewegen das vordere Beinpaar, tastend in der Luft. Sie reagieren überaus empfindlich auf CO2,
sowie auf bestimmte Bestandteile des Schweißes. Beides nehmen sie mit den Sinnesorganen an
ihren Vorderbeinen wahr. mit denen sie auf Reize hin heftig in der Luft herumtasten Dazu komm
der bereits genannte, ausgeprägte Vibrationssinn. Auf Windstöße und Bewegungen der Vegetation
reagieren sie nicht. Bei Annäherung eines Wirtstieres werden die Zecken aufgeregt, die
Umklammerung der mittleren Beine läßt nach, mit dem hinteren Beinpaar richten sie sich auf, um
sich am vorbeiziehenden Objekt festzuklammern. Oft recken sie sich so stark, daß sie von der
Pflanze herunterfallen. Hat sich die Zecke an einem zur Blutaufnahme nicht geeigneten Objekt
festgeklammert, so fällt sie bald wieder herunter und wartet auf einen neuen Wirt. Zecken könn