Seite 445
Zecken / Anhang B-11
6
E. Scholl (1995)
riecht sie eine Weile umher, beruhigt sich dann,
enutzt auch die Vorderbeine zum Kriechen und sucht mit den Fühlern eine geeignete Stelle zur
Schritte dauert etliche Stunden. Bis zum Beginn der
igentlichen Mahlzeit vergeht mindestens ein Tag.) Eine geeignete Stelle suchen, ein Loch bohren,
ern, um
ie meisten Larven und Nymphen von I. ricinus
wohl jahrelang (angeblich bis zu zehn Jahre!) warten. Über kurze Strecken suchen sie ihre Wirte
auch aktiv auf. Auf Wildwechsel kriechen sie aus mehreren Metern Entfernung zu, gelenkt
möglicherweise von Gerüchen, CO2-Ausdünstungen und Vibrationen, die von vorbeilaufenden
Tieren ausgehen (H
OROSKO
1991, mündl. Mitt.).
Gelangt eine Zecke auf einen passenden Wirt, so k
b
Ansiedlung für ihre Blutmahlzeit.
Blutmahlzeit: (Jeder der folgenden
e
in dem sich das Blut sammelt, den Stechapparat einführen, Speichel in die Wunde absond
die Gerinnung zu hemmen, Blut aufnehmen. Zecken haben mächtige Speicheldrüsen, die große
Teile des Hinterleibes ausfüllen, und viel Speichel.
Die Blutmahlzeit dauert insgesamt etwa 3-5 Tage. D
augen sich nach B
ABOS
(1960) am 4. bis 5. Tag voll, nur wenige brauchen 6 oder 7 Tage. Einige
Larven suchen sich, wenn sie heruntergefallen sind, einen geeigneten Platz zur
eiteren Entwicklung und gelangen dann in eine Ruheperiode. Während der Ruheperiode bewegen
auer
Organe. Sie sind anfangs farblos,
eich und faltig. Der neue Panzer braucht 6 bis 8 Tage zum Härten und Pigmentieren, während
ert aber länger (bei Raumtemperatur und
6% Feuchtigkeit 10 bis 18 Wochen).
ut vollgesaugt haben, lassen sie sich einfach fallen und
äuten sich anschließend nach einer Ruhephase. Die Fortsetzung findet aber oft erst im
rößeren,
nd die ausgewachenen Tiere vorwiegend an Rehwild und anderen Großsäugern.
stirbt danach.
as Weibchen läßt sich vom Wirt abfallen und sucht sich einen geschützten Platz, wo es bis zur
.
s
Larven fallen schon am 3. Tag ab. Die meisten Weibchen saugen sich am 8. oder 9. Tag voll und
nur wenige am 10. oder 11. Tag. Bei den Männchen beobachtete B
ABOS
(1964) eine Saugzeit von
6-8 Stunden.
Vollgesogene
w
sie sich nicht und sind außerordentlich empfindlich gegen Feuchtigkeitsveränderungen. Die D
der Ruheperiode beträgt nach (B
ABOS
1960) 5 bis 7 Wochen, bei im Winter vollgesogenen
höchstens 11 Wochen. Am Ende häuten sie sich zu Nymphen.
Die Nymphen haben 8 Beine und auch sonst einige zusätzliche
w
derer sie wiederum in einem Schlupfwinkel ausharren.
Die Weiterentwicklung läuft ähnlich ab wie vorher, dau
9
Jedesmal, wenn die Zecken sich mit Bl
h
darauffolgenden Jahr statt, sodaß die Gesamtentwicklung 3-4 Jahre dauern kann (s.o.).
Frischgeschlüpfte Larven sind eher an Kleinsäugern zu finden, die Nymphen an etwas g
u
Die Paarung findet vor, während oder nach der Blutmahlzeit statt. Das Männchen
D
Eiablage praktisch unbeweglich sitzen bleibt. Bis die Eier reif sind, dauert es noch einige Wochen
minimal
bis zu
_______________________________________________________
E
25Tage
400 Tage
i