Seite 132
Integrierte Schädlingsbekämpfung
5. Pestizide 103
Handschuhe: welches Material? (USAEHA TG) oder besser Schutzcreme ? Sicher keine Einweghandschuhe.
Jedenfalls ganz wichtig, da sich Kontaminationen des Körpers zu 85% an den Händen finden (National Agricultural
Chemicals Association, 1991 Symposium; aus TIB 10/92)
Handschuhe aus der Spraydose, angeblich pestiziddicht: Pest Control Nov. 94, p. 52
Schuhe mit rutschfester Gummisohle, aus nicht saugfähigem Material, also kein Leder, Segeltuch o.ä.;
Kopfschutz - Südwester, Schutzbrille
Atemschutz: Schulung, Gerätewartung, Pflege, Filterwechsel, -Entsorgung
Bei der Pestizidanwendung aus Sicherheitsgründen niemals allein arbeiten.
Abdeckfolien, die von Pestiziden durchdrungen sind, müssen als Sondermüll entsorgt werden.
Bügelfrei gemacht oder imprägniert - läßt weniger durch (R
AHEL
,
M
ASTURA
(1988): Dermal Exposure to Pesticides;
The barrier effectiveness of protective clothing. - Journal of Environmental Health 51(2), 82-84.). Gestärkt und
gemangelt läßt weniger durch.
Isonitrilhandschuhe bessere Trageigenschaften als Gummi und billiger: Pest Management Bulletin Vol 7, N° 3, June
1986; New Protective Gloves Available
Pestizidwerbung, USA: Anwendungsbilder fast immer ohne Handschuhe / Schutzkleidung: irreführend. (Deutsche
Werbung meist ohne Anwendungsbilder.)
Bei Unsicherheit über die Eignung von Schutzkleidung für bestimmte
Produkte unbedingt bei den Herstellern der Schutzkleidung und des
Produktes nachfragen! Beides nicht verwenden, bevor wirklich
Klarheit besteht. Das ist in der Praxis wohl äußerst schwer, aber zur
eigenen Sicherheit unbedingt notwendig!
Weiterführende Literatur: US Army Environmental Health Agency, Pest Management Bulletin Vol 9, N° 4, September
1988; - I. Safe practice while Mixing / Handling Pesticides; M
ICKELSEN
, R. I. & R.C. H
ALL
(1987): A Breakthrough
Time Comparison of Nitrile and Neoprene Glove materials Produced by Different Glove Manufacturers. - Am. Ind.
Hyg. Assoc. J. (48), pp. 941ff.;
(-> AFPMB 1992)
Kurzzeitwirkstoffe: Insekten in bestimmten Lebensabschnitten, z.B. während der Häutung
möglicherweise geschützt, da der Stoffwechsel mit der Außenwelt stark zurückgeht (Fressen,
Atmen) => evtl unwirksam
Wirksamkeit von Ficam W in hartem Wasser über Nacht schon erheblich verringert.
Wasser enthärten: Chelatbildner, z.B. EDTA dazu (T
HOMSON
1992, S. 84)
Wenn der Schlauch abplatzt, Gerät auf den Kopf stellen.
weiterführende Literatur: U.S.
E
NVIRONMENTAL
P
ROTECTION
A
GENCY
,
O
FFICE OF
P
ESTICIDES
P
ROGRAM
&
E
XTENSION
S
ERVICE
,
USDA (1991)