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Integrierte Schädlingsbekämpfung
5. Pestizide 107
- Wanderstadien, Phoresie: frisch geschlüpfte Raupen; Raupen, Maden vor der Verpuppung
- lichtflüchtend, versteckte und / oder nächtliche Lebensweise: Schaben, Mäuse, Motten;
Fliegen - Larven, Puppen; Mücken - Larven, Puppen; Flöhe - Larven, Puppen
- Kleinheit, besonders bei Wanderstadien: Schimmel, Milben, Eiraupen, Schabenlarven,
Jungmäuse, Jungratten
- Entwicklungsort vom Schadort abweichend: Fliegen, Flöhe, Mücken
- abweichende Sinneswahrnehmungen: Tast-, Magnet-, Geruchs-, Chemie-Sinn, Vibrations-,
Temperatur-, Feuchte-, Elektro-, Erdstrahlungs-Sinne, Ultraschallhören
Sozialverhalten (sämtliche Bekämpfungsmethoden):
- Familienstrukturen: Schaben, Mäuse, Ratten, (sterile-Männchen-Methode unwirksam,
begrenzte Brauchbarkeit von Laborversuchen);
- monogam: Mäuse, deutsche Schaben (resistenzbegünstigend)
- Staatenbildung: Ameisen, Pharaoameisen (Köderverfahren)
- Populationen: Altersgruppen-Unterschiede: Jungtiere, Halbwüchsige, [Puppen,] Erwachsene,
Dauerstadien (Wirksamkeit von Pestiziden, bes. Kurzzeit-Wirkstoffe; Wirkungsweise,
Wachstumsregler);
- Rollenverteilung, Dominanz; Populationswachstum; Einzelgänger, Gruppen, Rudel,
abweichende Individuen in Gruppen, variable Vorlieben, Verhaltensplastizität
(Verhaltensresistenz)
Revierverhalten (Nischenmanagement, Gebäudeabdichtung)
- Größenbegrenzung von Populationen
- Neugier, Explorationstrieb: Mäuse (Fallenfang)
- Gewohnheiten, Mißtrauen, Explorationstrieb, Lernfähigkeit: Ratten (Köderscheu)
Physiologie (Vorbedingung für Pestizidanwendung):
- Enzyme (Cholinesterasehemmer, Antikoagulantien)
- Blutgerinnung (Antikoagulantien)
- Hormone (Wachstumsregler)
- Transport durch Biomembran (Kontaktgifte, Fraßgifte)
- Atmung-Energiegewinnung (Zell-Atemgifte)
- Nerven (Chlor-Kohlenwasserstoffe, Pyrethroide, Organophosphate, Karbamate)
- - Natriumpumpe (Chlorkohlenwasserstoffe, Pyrethroide)
- Reizübertragung Nerv-Muskel (Organophosphate, Karbamate)
- Vermehrung mit Chromosomen, Vererbung (Resistenz)
- Verständigung mit Gerüchen (beim Mensch meist unbewußt: H
ENGLEIN
1985), Pfotendrüsen -
Schweißfüße - Unterscheidung von Artgenossen (Pheromon-Fallen)
- Entstehung aus Eiern (Wachstumsregler)
- Skelett / Panzer außen (Wachstumsregler)
- Panzerstruktur (Silikagel, Seife, Öl, Fett)
- Nervenenden an den Füßen, Antennen und Mundwerkzeugen (Repellenz), kurzer Weg nach
innen (Kontaktgifte)
- Wachstum durch Panzerwechsel - Häutung (Wachstumsregler: Häutungshemmer)
- Vor der Häutung Fraß- und Bewegungsstop, Rückgang der Stoffwechselaktivität ( begrenzte
Wirkung von Kurzzeit-Wirkstoffen)
- Erwachsenwerden durch Juvenilhormon-stop (Wachstumsregler: Juvenilhormon; unter)
- ohne Puppe - hemimetabol (Schaben, Wanzen, Läuse)
- mit Puppe - holometabol: Fliegen, Mücken, Flöhe, Ameisen, Schmetterlinge, Käfer