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Anhang A3 - 8
RodentizideIntegrierte Schädlingsbekämpfung
anfällig für Schimmel und Vorratsschädlinge als andere. Pindon hat neben der rodentiziden auch
insektizide und fungizide Wirkung. Es wurde zudem als synergistische Komponente in Pyrethrum-
Präparaten verwendet (P
ERKOW
1992).
T
HOMSON
1992,
S.
153, M
ALLIS
1990,
S.
67, P
ERKOW
1992
Pyranocoumarin
LD50-> 4000mg/kg Ratte akut bei einmaliger Aufnahme; 7-14mg/kg/Tag bei mehrfach-Aufnahme
über 5 Tage, dermal (Ratte) LD50-21mg/kg (in 1%iger Sesamöllösung
\
Löslichkeit: in Wasser
praktisch unlöslich; wenig löslich bis löslich in organischen Lösungsmitteln
\
Dampfdruck sehr
gering
\
chemisch weitgehend stabil
\
mehrfach-Aufnahme erforderlich
\
Schering
\
Actosin
-
Fertigköder
\
0,05% pulverförmiger Köder.
P
ERKOW
1992
Warfarin
LD50- 3mg/kg, LD50 täglich 1mg/kg/Tag, 4-5 Tage lang [Th: LD100(Ratten) 0,2 mg/kg/Tag, 5
Tage lang]
\
Löslichkeit: in Wasser praktisch unlöslich (1,7 mg/100ml/20°C); löst sich in
wässrigen Alkalien unter Bildung leicht löslicher Salze (Natriumsalz bis 40%); in organischen
Lösungsmitteln sehr wenig oder bis zu 10,0g/100ml (Dioxan) löslich
\
Dampfdruck 9x10-2mbar
(21,5°C; Warfarin verdampft also!)
\
mehrfach-Aufnahme (5-15 Tage lang) in ausreichender
Menge unbedingt erforderlich
\
geruch- und geschmacklos!
\
Wisconsin Alumni Research
Foundation 1944
\
mehr als 30 Vertriebsfirmen in D
\
Coumafene, Warfarin
, u.a.
\
1% Streupulver,
0,1-0,5% Köder-Konzentrat
\
Ratten, einzelne Präparate auch gegen Hausmäuse
\
Hauptgrund für
angebliche "Resistenz" dürfte in Wahrheit mangelnde Hygiene und Strukturmängel der befallenen
Objekte sein (M
ALLIS
1990). Außerdem werden Bekämpfungsfehler angenommen. Darüber hinaus
muß bei Mäusen aufgrund des arttypischen Verhaltens (= ständig zu knabbern) wirkungsbremsende
Alternativnahrung angenommen werden. Zur Mäusebekämpfung wird dem Warfarin Calciferol
zugesetzt, um die Wirkung zu steigern (M
UHR
in I
GLISCH
1981, S. 216f).
T
HOMSON
1992,
S.
147, M
ALLIS
1990,
S.
73, P
ERKOW
1992